Neuer Dokumentarfilm zum Jugendtheateraustauschprojekt 2016 „Afrika – Europa die Flucht nach vorne“

Dokumentarfilm zum bilateralen Jugendtheateraustauschprojekt 2016 „Afrika – Europa die Flucht nach vorne“

In den letzten drei Wochen waren wir zu einem neuen Projekt in Kooperation mit dem Goetheinstiut in Abidjan wieder an der Elfenbeinküste tätig. Diemal ging es um Fortbildungen im Bereich
„Theatermittel im Fremdsprachenunterricht“ für Lehrer und Schüler.

Am Tag vor meiner Abreise dorthin ist endlich der 25-minütige Dokmentarfilm fertig geworden, den die Filmerin Kerstin Risse und ich aus allen Filmaufnahmen aus Bouaké von Alex Boy und allen Filmaufnahmen von Frau Risse in Reutlingen so wie aus einer Auswahl aus ca. 6.000 Fotos über das bilaterale Projekt 2016 erstellt haben.

Thema des Filmes ist: Interkulturelle Theaterarbeit – von Null auf hundert

Quasi druckfrisch wurde der Film in den letzten Wochen von mir mehrfach an der Elfenbeinküste gezeigt: Im Goetheinstitut  für die Spieler aus Bouaké, die inzwischen in Abidjan studieren. Außerdem wurde der Film im Goethesinstitut im Rahmen meiner Lehrerfortbildung „Theatermittel im Fremdsprachenunterricht“ gezeigt für alle Kursteilnehmer und die Mitarbeiter des GI.

Und dann gab es in Bouaké noch eine echte Filmpremiere bei einem Musiker von der Musikgruppe „Katana Club“ zu Hause –  Dazu kamen die Spieler aus Bouaké, der Filmer Alex Boy, Musiker, Schauspieler und  Lehrer.

So und nun sollten Sie auch die Möglichkeit haben, den Dokumentarfilm zum Projekt 2016 zusehen: Sie können den Film über Vimeo ansehen aber nicht downloaden. Wer Interesse an der Datei hat, dem können wir ihn z. B.auch per wetransfer zukommen lassen. Bei Bedarf können wir Ihnen auch eine DVD zukommen lassen.

„Erzähl mir“ – ein Theaterprojekt mit Flüchtlingen und Reutlingern am Theater PATATi-PATATA

Neues Stück für Erwachsene: „Erzähl mir“

Im September 2017 feierte die neu gegründete Theatergruppe bestehend aus Flüchtlingen und Reutlingern im Rahmen der interkulturellen Woche in Reutlingen eine äußerst erfolgreiche Premiere. Entstanden ist in fünfmonatiger Probenzeit aus Improvisationen und Erzählungen der Teilnehmer ein berührendes Stück, zwischen Aufbruch und Ankommen, zwischen hier und dort, zwischen gestern, heute und morgen. Die Szenencollage basiert auf Erzählungen und Alltagserfahrungen der Teilnehmer.

Vom Sprachkuddelmuddel, der mühevollen Suche nach Arbeit, dem ewigen Warten auf irgend etwas, von Einsamkeit, Familie, Krieg und Flucht wird trotz der Ernsthaftigkeit vieler Themen mit großer Leichtigkeit und Spielfreude erzählt und gespielt. Humorvolle Momente aus den täglichen Missverständnissen in der Integration wechseln ab mit Erinnerungen aus einem Leben in der Heimat und sehr bewegenden Berichten über den mühevollen Weg nach Europa.

Derzeit sind in der Theatergruppe fünf Flüchtlinge aus dem arabisch sprachigen Raum so wie Reutlinger Bürger und Spieler des TeenieTheaterTreff. Begleitet werden sie von Ensemblemitgliedern des Theater PATATi-PATATA.

Gemeinsam haben sie über 5 Monate unter der Leitung von Sonka Müller, Regisseurin, und Jana Riedel, Theaterpädagogin, ihre persönliche Geschichten in Szene gesetzt.

Es spielen

Abdullah Dubian, Katada Fallaha, Abdulrahman Dubian,  Hamzeh Hamameh, Rebaz Sami, Barbara Kärn-Wilk, Maximilian Braun, Richard Kipp

Musikalische Begleitung

Bakary Koné, Theater PATATi-PATATA

Technik

Andreas Renken, Theater PATATi-PATATA

Projekt-Leitung

Theater PATATi-PATATA Sonka Müller (Regie) und Jana Riedel (Assistenz)

Gastspiele buchen?

Sie möchten uns zu sich einladen? Wir kommen gerne.

Spieldauer

Die Gesamtspiellänge beträgt 45 Minuten. Das Stück ist in 3 Teile gegliedert, die entweder unabhängig als Rahmenprogramm um eine andere Veranstaltung herum gespielt werden können, oder zusammengefügt zu einem Stück.

Räumlichkeiten

Wir benötigen eine Spielfläche von mindestens 8m Breite und 6m Tiefe.

Technik

Für Licht- und Tonanlage benötigen wir 16 A besser 32 A. Licht -und Tonanlage werden vom Theater mitgebracht.

  • Aufbauzeit mit Einleuchten 3h
  • Abbauzeit: 1,5h
  • Spieldauer: 45 Minuten

Kontakt und weitere Informationen

Für eine Buchung und weitere Informationen wenden Sie sich bitte telefonisch unter +49-7121/24202 oder per E-Mail an uns.

Wir danken

Für die Unterstützung des Projektes der KeB (katholische Erwachsenenbildung) und dem Diakonieverband Reutlingen.

Sachbericht: „Erzähl mir von dir – Afrika trifft Europa“

Teil 3 des interkulturellen Jugendtheaterprojekts Reutlingen – Bouaké/Elfenbeinküste

Vom 04. – 22. Juli 2013 in Reutlingen

Nach der erfolgreichen Erarbeitung des Theaterstückes „Racconte moi – Le moment ou nous ne savions rien l’un de l’autre“ im November 2012 an der Elfenbeinküste mit vier Vorstellungen vor ca. 1.400 Zuschauern in Bouaké und Abidjan, und dem theatralen Reisebericht „ Afrika oh Afrika“, den die deutschen Schüler im Januar in Reutlingen auf die Beine gestellt haben, wurde im Gegenbesuch das Stück aus Bouaké weiterentwickelt.
Dabei standen nun die Fragen im Vordergrund, die die Afrikaner hier im Kontakt mit der europäischen Kultur bewegen.
Sieben ivorische Schüler aus Bouaké reisten mit zwei begleitenden Deutschlehrern nach Reutlingen, wo in 12 Tagen zusammen mit sechs deutschen Schülern, alle zwischen 16 und 22 Jahren alt, ein gemeinsames Theaterstück entwickelt wurde. Ausgangspunkt waren eigene Geschichten und Fragen, aktuelle Erlebnisse und Erfahrungen aus dem Alltag. Gedichte, Märchen und Lieder aus zwei Kontinenten ergänzten die eigenen authentischen Erzählungen und wurden künstlerisch umgesetzt.

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Projektbericht: „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“

Interkulturelles Jugendtheaterprojekt zwischen dem TeenieTheaterTreff Reutlingen und dem Deutschclub des Lycée classique et moderne in Bouaké.

Ziel des Theaterprojekts war es, über Improvisation gemeinsam ein ganz neues Stück zu erarbeiten. Anknüpfungspunkte waren dabei zu Beginn Ängste, Vorurteile, Halbwissen. Wir haben gegenseitig Fragen über die andere Kultur gestellt  und über die eigene Kultur erzählt. Das Theaterprojekt lebte insbesondere von der Ensemblearbeit. Es gab sehr viele Gruppenszenen  in unserem Stück. Dabei ging es um das gemeinsame Spiel, es konnte nur gelingen,  indem man aufeinander hört, sich gegenseitig wahrnimmt, reagiert und zusammen arbeitet.

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